„Alles Übermäßige

verstößt gegen die Natur"

 

Hippokrates, 460 - 377 v. Chr., griechischer Arzt und »Vater der Heilkunde«

Nährstoffe versus Giftstoffe

Nährstoffe sind im Makrobereich (=Makronährstoffe) Fett, Kohlenhydrate, Eiweiß; im Mikrobereich (=Mikronährstoffe) sind es Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und Sekundäre Pflanzenstoffe. All diese Nähr- und Vitalstoffe sollten in ausreichendem Maße und im richtigen Verhältnis zueinander in unserem Körper vorhanden sein, damit alle Stoffwechsel-, Stoffaufbau- und Stoffabbauprozesse astrein laufen.

Jedoch können Nährstoffe auch immateriell sein, sprich alle Dinge, die uns wohl nähren wie Liebe, Sonne, Freude, Harmonie, Musik, Bewegung, Erfüllung, Akzeptanz, Authentizität.

 

Giftstoffe sind Stoffe, die sich negativ auf unseren Organismus auswirken. Die klassischen Nahrungs-Gifte sind industriell (oder im Haushalt) veränderte Moleküle oder isolierte Nahrungsbestandteile, aber auch einige Naturprodukte als solches. Hier ein paar Beispiele für toxisch wirkende Substanzen:

 

  • Transfette, die beim Erhitzen ungesättigter Fette (sprich fast aller Pflanzenfette, Ausnahme: Kokosöl, das ist gesättigt und ist hitzestabil) entstehen: lassen unsere Zellmembranen verkleben, sodass kein Stoffaustausch mehr möglich ist, was langfristig zu einer Nährstoffunterversorgung und Toxinanhäufung führt und somit allerlei Erkrankungen begünstigt
  • Acrylamid (entsteht beim Erhitzen von Kohlenhydraten, krebserregend)
  • Industriezucker (isoliertes und verbranntes Abfallprodukt, leere Kalorie ohne Vitalstoffe, säurebildend und damit entzündungsfördernd, krebserregend)
  • Auszugsmehle (isoliert und damit kaum verwertbar)
  • Gluten (bis etwa 2004 lag der Glutenanteil im Weizen bei rund 5%, 2015 sind es 50-75%) Gluten ist ein Eiweiß, dass den Darm entzündet, ob glutentolerant oder glutenintolerant, es entzündet immer den Darm
  • Tierprotein (säurebildend und damit entzündungsfördernd, krebserregend, zu viel Harnsäure entsteht und führt z.B. zu Gelenkproblemen, Osteoporose durch die Übersäuerung, usw.)
  • Fremdhormone (im Trinkwasser, in Tierprodukten, in Hormonpräparaten)
  • Pestizide, Fungizide, Insektizide, Herbizide
  • Quecksilber, Asbest, Aluminium, Blei, Strontium, Bor, ...

 

Die letzt genannten sind in gewissem Maße lebensnotwendig, aber ein zu viel führt zum Gegenteil. Ebenso ist es mit Eisen, Magnesium, usw. Wenn wir davon zu viel haben, schaden sie uns. So hat auch jede Pflanze auf der Welt ein gewisses Giftpotential, das ihr als Überlebensschutz dient. Daher sollten wir höchst abwechslungsreich unsere Nahrung auswählen. Ebenso wie in der wilden Natur. Hier etwas knabbern und da etwas knabbern hat schon immer das Überleben gesichert. Kein Tier der Welt frisst einen Busch komplett leer und schlägt sich damit den Magen voll. Was ein weiteres toxisch wirkendes Verhalten darstellt - ein überfüllter Magen und vermindertes Kauen. Beides wird immer wieder angemahnt, doch nicht ernst genug genommen. Siehe dazu das Kapitel Darm.

 

Ebenso wie Nährstoffe können auch Giftstoffe immateriell sein. Dazu zählen Strahlung (elektromagnetische, radioaktive, Röntgen), Stress, Ärger, Einsamkeit, Lärm, zu wenig Tageslicht, zu wenig/zu viel Bewegung, usw.

 

 

 

Heute weiß man, dass das Verhältnis von Nährstoffen zu Giftstoffen eine Erkrankung ausmacht, und zwar fast jede Erkrankung. Unabhängig vom Alter. Wenn Säuglinge schon krank geboren werden oder gar nicht erst lebendig zur Welt kommen, liegt nicht selten die Ursache darin, dass die Mutter zu viele Toxine angesammelt hatte, die an den Fötus abgegeben wurden. Man weiß, dass etwa 60% der in der Mutter abgelagerten Giftstoffe an das Erstgeborene (bzw. das Kind, das unter diesem toxischen Zustand als erstes auf die Welt kommt) weitergegeben werden. Die Natur hat es so eingerichtet, dass alle Nährstoffe von der Mutter zum Baby fließen. Doch heutzutage sind unter diesen Stoffen eben nicht mehr nur Nähr- und Vitalstoffe, sondern oft viele Umweltgifte, die so früher nicht vorhanden waren in unserem System. Die natürlichen Gifte, wie sie in Pflanzen vorkommen, haben wir bewusst gespürt durch sofortige Übelkeit und ähnliches, sodass wir davon abließen und der Körper sich davon wieder regenerieren konnte. Heute ist das nicht mehr so. Heute kommen die Toxine schleichend und nisten sich unbemerkt im Körper ein und reichern sich mit den Jahren auch noch an.

D.h. nicht das Alter, sondern die Anreicherung von Toxinen und das gleichzeitige Fehlen von Nähr- und Vitalstoffen bestimmen unser Gesundheitsbild.

 

Aus Untersuchungen geht hervor, dass wir heute keine Schadstofffreiheit mehr auf diesem Planeten haben, nur eine Schadstoffarmut. Selbst in den geschütztesten Quellen des Himalaya werden Toxine gefunden. Wir haben mit unserer modernen Lebensweise viele Schadstoffe hervorgebracht, entweder durch Abbau, Umwandlung oder Freisetzung. Die Ackerböden werden immer nährstoffärmer, schadstoffreicher und die Luft wird immer verpesteter. Umso mehr sind wir dran uns bewusst und gesund zu ernähren, biologisch erzeugte Produkte zu unterstützen und zu uns zu nehmen, selbst anzubauen, konsumkritisch zu denken und zu handeln und achtsam zu sein, was mit unserer Umwelt geschieht.

 

Ich berate sie gern und ausführlich über die Möglichkeiten der Vermeidung von Schadstoffen, die Entgiftung selbst und das Hochfahren aller Nährstoffe für ein optimales Gleichgewicht im Organismus und ein strahlendes Wohlgefühl. Gerade wenn eine chronische Krankheit den Alltag belastet, lautet auf körperlicher Ebene die Vorgehensweise klip und klar: Nährstoffe rauf, Gifte raus!

 

 

 

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